YOGA FÜR TRIATHLETEN

Yoga bietet Unterstützung um den vielschichtigen Anforderungen im Triathlon gerecht zu werden.

Kachelzählen im Schwimmbecken, Seitenstechen beim Laufen und Schmerzen im Nackenbereich und im Rücken nach der ersten langen Trainingseinheit auf dem Fahrrad. Leistungssportler wissen was es bedeutet mit körperlichen und mentalen Extremsituationen konfrontiert zu sein. Insbesondere Athleten aus den Ausdauerdisziplinen absolvieren große Trainingsumfänge und stehen daher immer wieder vor motivationalen und körperlichen Herausforderungen.

Yoga bietet Unterstützung um den vielschichtigen Anforderungen im Triathlon gerecht zu werden.
Beispielsweise wirken stabilisierende Übungen für die Rumpfmuskulatur sowohl leistungssteigernd als auch verletzungsprophylaktisch. Eine kräftige Körpermitte gilt als Grundvoraussetzung für die technisch exakte Bewegungsausführung in allen drei Disziplinen. So ist die Aufrechterhaltung der Körperspannung wesentlich für eine gute Wasserlage beim Schwimmen und ermöglicht darüber hinaus einen aufrechten Laufstil. Die Hüfte knickt nicht ein und die pendelnden Arme haben ein fixierendes Wiederlager.

Leistungssportler sind sehr disziplinierte Menschen und verbringen viele Stunden mit ihrem Sport. Es fällt dennoch auf, dass es ihnen sehr oft an Beweglichkeit fehlt. Dies bringen die sportspezifischen Anforderungen des Bewegungsapparates mit sich. Durch einseitige Trainingsbelastungen und antrainierte Bewegungsautomatismen fehlt es oft an Beweglichkeit der Muskel-Gelenkeinheiten. Auch wenn über die Zweckmäßigkeit des Dehnens seit vielen Jahren gestritten wird und mögliche Effekte wie Leistungssteigerung und Verletzungsprophylaxe kaum zuverlässig nachgewiesen sind, so steht dennoch fest, dass eine eingeschränkte Muskeldehnbarkeit in verschiedenen Disziplinen leistungslimitierend ist. Hier sei der erhöhte Energieaufwand beim Laufen erwähnt, der nötig ist, wenn der Gegenspieler (Antagonist) der aktiven Muskulatur verkürzt ist.

In diesem Zusammenhang muss die präventive Wirkung des Yogas erwähnt werden. Durch die hohen Trainingsumfänge in zyklischen Ausdauerdisziplinen kann es zu Verkürzungen der beanspruchten Muskulatur und zur Abschwächung der nicht aktiven Muskulatur kommen. Die Folge hiervon sind Fehlbelastungen, die den gesamten Bewegungsapparat betreffen und langwierige Beschwerden verursachen.

Auch im mentalen Bereich hat Yoga einiges zu bieten.

Es liefert Handwerkszeug um mit psychischem Stress vor, während und nach einem Wettkampf effektiv umzugehen. Dazu gehört auch, die eigenen Gedanken zu kontrollieren, Kräfte zu bündeln und möglichen Ablenkungen zu widerstehen. Auch in längeren Trainingsphasen wird durch die Kombination von An- und Entspannung der Abbau von Stresshormonen forciert.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Yogas ist die Atemtechnik. Gezielte Atemübungen verbessern die Sauerstoffversorgung des Organismus und somit auch die Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus kann durch eine gezielte Verlangsamung des Ausatmens die Herzfrequenz abgesenkt werden. Dies führt beispielsweise in der Wettkampfvorbereitung zu einer allgemeinen Beruhigung und kann somit zu Energieeinsparungen führen.

Im regenerativen Bereich können durch eine spezielle, passive Form des Yogas tiefere Bindegewebsschichten erreicht werden. Entspannungstechniken, Formen der Meditation und der Tiefenentspannung verhelfen dem Körper neue Kraft und Energie zu schöpfen.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass durch Yoga – als Ergänzung zum Trainingsalltag – in unterschiedlichen Bereichen positive Effekte erzielt werden können. Regelmäßige Yogapraxis wirkt durch stabilisierende und dehnende Übungen leistungssteigernd, als Verletzungsprophylaxe, führt zu einem verbesserten Körpergefühl und zu einer höheren Konzentrationsfähigkeit. Außerdem wird eine Verbesserung der Atemtechnik erreicht und regenerative Prozesse optimiert. Darüber hinaus haben wissenschaftliche Untersuchungen erwiesen, dass Yoga in der Lage ist, einen erhöhten Blutdruck zu senken, Nervensystem, Herz- und Pulsschlag zu beruhigen und die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin zu bremsen.